Abrocken unter Seinesgleichen

Es ist der Abend des Wahlsonntags, ein prachtvoller Herbsttag bildet den Abschluss und heiß herbei gesehnten Höhepunkt eines aufreibenden, großteils inhaltsfreien aber schmutzig-emotionsgeladenen Wahlkampfs. Die Wahlergebnisse sind bekannt, die ZuseherInnen gehören aber weiter an der Stange gehalten und „unterhalten“ und so schaltet der ORF zu den diversen Wahlparties der Parteien. Auch ich kann mich nicht... weiterlesen →

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Die Erde ist nicht leicht in Bozen

Gabriele Di Luca hat in seinem Editorial im heutigen Corriere dell'Alto Adige sehr treffende Worte zum Tod von Adan gefunden. Hier meine Übersetzung ins Deutsche: Beim Tod eines Menschen sagt man gemeinhin: „Sit tibi terra levis”: Möge dir die Erde leicht sein.Doch die Erde ist nicht für alle leicht, vor allem nicht für jene, die... weiterlesen →

Try to understand. Sicilia bedda mon amour

1 Stolz weist uns der Dorfpolizist auf den neuen Hafen hin. Er ist einer der größten an der Nordküste Siziliens. Unverschämt groß für ein Dorf, in dem im Winter 5000 Menschen wohnen, im Sommer an die 30.000. Eine Betonburg, an der die Wellen des häufig stürmischen Meeres hochschäumen und abprallen. Wie alle Touristen wahrscheinlich drehen... weiterlesen →

Von Goggeln, Goggelinnen und Damensalons

Gemeinsam mit weiteren Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichnern brachte die grüne Landtagsabgeordnete Brigitte Foppa am in Tirol so vergangenheitsträchtigen 20. Februar den parteienübergreifenden Antrag im Landtag ein, einen „Saal der Volksvertreterinnen“ einzurichten, und damit „eine Ausstellung mit Erläuterungen über Frauen in der Südtiroler Politik zu konzipieren, die dafür erforderlichen Recherchen anzustellen und in einem öffentlichkeitswirksamen Raum im... weiterlesen →

Amadou, Kaser und ich

löwenjunge / warum nur / miaut er / in seiner / wüste leoncin / perchè mai / miagola / nel suo / deserto Während eines Vortrags zu Gerhard Kofler, in dem seine Selbstübersetzungen von der lingua eletta, dem Italienischen, in seine Muttersprache, das Deutsche, Gegenstand der Untersuchung war, ging mir einiges durch den Kopf (ja,... weiterlesen →

„Wie ein Teil unseres Lebens mit all den anderen Leben vermischt ist, so befindet sich auch ein Teil aller anderen Leben in unserem.“ (Bachtyar Ali)

Vorgestern kamen bei zwei Bombenattentaten in Istanbul 44 Menschen ums Leben. Gestern bekannten sich die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK), eine kurdische Extremistengruppe zum Anschlag. Heute schlägt die Türkei zurück: Bei Razzien wurden an die 200 Politiker der prokurdischen Oppositionspartei, der HDP, verhaftet, zudem flog das türkische Militär Angriffe gegen 12 Stellungen der PKK im Nordirak. Zeit... weiterlesen →

Traversando la nostra (comune) nebbia

Zeustreute Gedanken zwischen Streusalz und Autobahnlichtern über eine mögliche kulturelle Annäherung, die sich erst im Nebel zeigt und in diesem sich auch schon wieder aufzulösen scheint. L'altro ieri, dopo la presentazione di “Sassi vivi”, insieme al mio editore, ai due librai e ad alcuni habitués della libreria, eravamo una bella compagnia a sedere attorno al... weiterlesen →

Neve sul Brennero e a Istanbul

Alcuni giorni fa, tornando da Brunico a Innsbruck in treno, ho letto “Il mandarino meraviglioso“ di Aslı Erdoğan*, prosa “meravigliosamente” tenera e altrettanto visionaria. Sul Brennero primo nevischio, attraverso le strie piovose sui finestrini del treno il paesaggio passa davanti ai miei occhi. Neve grigiastra sulla retta della Statale, bianca sui tetti delle case accovacciate.... weiterlesen →

Schnee am Brenner und in Istanbul

Vor einigen Tagen las ich auf der Zugfahrt von Bruneck nach Innsbruck „Il mandarino meraviglioso“, die wunderbar zarte und gleichzeitig visionäre Prosa von Asli Erdogan.* Am Brenner erstes Schneetreiben, durch wässrige Schlieren an den Fenstern zieht die Landschaft an mir vorbei. Grauweißer Schnee auf der Geraden der Staatsstraße, und auf den Dächern der hingeduckten Häuser.... weiterlesen →

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